Informationsveranstaltung Gesundheitswirtschaft Algerien: Krebsvorsorge und -bekämpfung

Zielland: Algerien

30. September 2014 in Berlin

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) war in Algerien im Jahr 2008 Krebs für 21% der Todesfälle und ein Drittel der Todesfälle durch nicht-übertragbare Krankheiten unter den 30-70 Jährigen verantwortlich. Es wird erwartet, dass die Rate in den nächsten zehn Jahren auf 300 Fälle pro 100.000 Einwohner steigt. Das algerische Gesundheitssystem kümmert sich - laut den von Fachärzten genannten Zahlen - um rund 8.000 von den 40.000 jährlichen Krebsfällen.


Die meisten Krebspatienten begeben sich in eines der landesweit sechs öffentlichen Krebszentren, die jedoch alle schon weit über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus arbeiten. Um diesen Zustand zu beseitigen, bemüht sich die algerische Regierung um massive Investitionen in das Gesundheitssystem: von 45 spezialisierten Gesundheitszentren sind 15 der Onkologie gewidmet.
Die steigende Prävalenz von Krebs und die Notwendigkeit, die Zahl der Fachkliniken zu verdreifachen sowie existierende Zentren zu modernisieren, werden erhebliche Ausgaben für Technologie und Pharmazeutika von der Regierung verlangen. Bestehenden Zentren fehlt es an Ausrüstung besonders im Bereich Radiotherapie, Wartungsdienstleistungen, und v.a. an qualifiziertem Fachpersonal. Gleiches gilt dann für die neuen Zentren. Algerien importiert mehr als 70% seines Bedarfs an Arzneimitteln sowie die Mehrheit des Bedarfs an Medizintechnik, einschließlich Verbrauchsgütern wie Spritzen, Schläuchen und Verbandsmaterial. Geschäftschancen ergeben sich für deutsche Unternehmen u.a. in der Lieferung und Wartung von medizinischem Gerät, der Lieferung und dem Aufbau lokaler Produktion von Arzneimitteln sowie in der Aus- und Fortbildung von Fachpersonal.


Am 30. September 2014 wird deutschen Unternehmen die Möglichkeit geboten, sich in Berlin über die Chancen auf dem algerischen Markt zu informieren. Auf dem Programm stehen die Darstellung des Markts durch Vertreter des algerischen Gesundheitsministeriums, Erfahrungsberichte deutscher Unternehmen sowie rechtliche Rahmenbedingungen für Ihr Engagement in Algerien.


Die Informationsveranstaltung wird von MENA-Projektpartner e.V. und der Deutsch-Algerischen Industrie- und Handelskammer (AHK Algerien) in Zusammenarbeit mit der Initiative German Healthcare Partnership (GHP) organisiert. Interessierte Unternehmen können sich noch anmelden.

 

Ansprechpartner:

Johannes Wingler

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Tel. 030-20 64 81 86

 
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